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Wie wäscht man Stoffwindeln richtig? (Und warum ist es anders als normale Kleidung zu waschen?)

 

Wir bekommen sehr viele Anfragen, die das richtige Waschen der Windeln betreffen. Auf Foren-Seiten und Blogs wird die perfekte Windel-Wasch-Routine diskutiert und vorgestellt. Nur was für den einen Stoffwickler zu funktionieren scheint, funktioniert überhaupt nicht bei einer anderen Stoffwicklerin. Dies kann einen, eigentlich einfachen Prozess, auf einmal sehr kompliziert und verwirrend erscheinen lassen. Es gibt 5 Variablen, die das Waschergebnis (wie sauber werden meine Windeln) beeinflussen.

 


 

Variablen:

Hat man einmal das Zusammenspiel der Variablen verstanden, kann man sie den jeweiligen Gegebenheiten anpassen, um das bestmögliche Resultat zu erreichen.

 

    • Variable 1: Wasserhärte: Weiches oder hartes Wasser
    • Variable 2: Waschmaschine: Art der Maschine und Beladung

    • Variable 3: Wassertemperatur

    • Variable 4: Der gewählte Waschgang: Dauer und Intensität

    • Variable 5: Waschmittel: Art und Dosierung

 

Variable 1: Das verwendete Wasser ist der Hauptfaktor bei der Windelwäsche. Entscheidend ist hierbei zunächst die Wasserhärte. Je mehr Mineralien das Wasser in Ihrer Region enthält, umso so härter ist es. Die Wasserhärte kann man u.U. hier nachschauen oder man kann sie auch selbst bestimmen . Je weicher das verwendete Wasser ist, umso besser funktioniert das verwendete Waschmittel und umso besser ist das Reinigungsergebnis. Ist das Wasser härter, wird ein Teil des Waschmittels durch den Kalk "ausgefällt" und damit wirkungslos. Dies wird i.d.R. durch eine höhere Waschmittelmenge ausgeglichen, was aber weder kostengünstig, noch umweltfreundlich ist und sich an den Windeln im Laufe der Zeit ablagert. Ist das Waschmittel seifenhaltig, bildet sich Kalkseife, diese lagert sich an und reduziert die Saugfähigkeit der Windeln. Allgemein reduzieren Waschmittel-Ablagerungen und Kalkseifen-Ablagerungen die Saugfähigkeit der Windel und können Geruchsprobleme verursachen. Alternativ kann man entweder eine Wasserenthärtungsanlage installieren lassen, Wasserenthärter benutzen oder verwendet ein Waschmittel, das speziell für hartes Wasser konzipiert ist (z.B. Hard Rock von Rockin Green).

 

Variable 2: Art der Waschmaschine und Beladung. Um es ganz deutlich zu sagen: Die Waschleistung hängt ganz klar von der Reinigungsleistung der Waschmaschine ab; es gibt Maschinen, die werden niemals sauber waschen, egal was man auch versucht. Hier lohnt es sich beim Kauf die Augen aufzumachen und in eine Waschmaschine zu investieren, die mindestens eine Reinigungsleistung der Klasse A hat! Ansonsten ist die Beladung der Maschine ein wichtiger Faktor: Wird die Maschine überladen, klumpen die Windeln zusammen und werden nur hin und her gedreht, ohne sauber zu werden. Aber auch zu wenig Wäsche in der Maschine kann interessanterweise zu einem schlechten Ergebnis führen. Wenn die Wäschestücke aneinander reiben, wird der Schmutz leichter entfernt als wenn die Stücke ohne Kontakt miteinander im Wasser treiben. Auch beim Händewaschen werden die Hände schneller und effizienter sauber, wenn man sie aneinander reibt :)

 

Variable 3: Die Waschtemperatur aktiviert das verwendete Waschmittel. Allgemein kann man sagen, dass sich Pulver bei einer höheren Temperatur schneller auflöst als bei einer niedrigeren, sodass ein besseren Waschergebnis möglich ist. Die meisten Windeln können in einem Bereich von 30-60°C gewaschen werden. Kochwäsche ist jedoch tabu, da dies die Kletter, Gummis und den PUL beschädigen würde. Je hochwertiger der wasserfeste PUL einer Überhose oder einer All-In-One-Windel ist, umso höhere Temperaturen verträgt dieser. Langfristig schonender für die Windeln und den PUL sind aber selbstverständlich niedrige Temperaturen.

 

Variable 4: Der gewählte Waschgang: Dauer und Intensität Die Länge des Waschgangs ist besonders entscheidend. Verschiedene Waschmittel benötigen eine unterschiedliche Zeit bis sie komplett aktiviert und aufgelöst sind und damit ihre Arbeit verrichten können. Die Zeitdauer wiederum hängt entscheidend von der Art des Waschmittels, der Wassertemperatur, der Wassermenge und der Wasserhärte ab. Das Waschmittel muss somit lange genug einwirken können, um sich mit dem Schmutz zu verbinden und ihn so aus dem Stoff zu lösen. Daher ist ein langer Waschgang von Vorteil, wenn die Windeln sauber werden sollen, gerade bei niedrigeren Waschtemperaturen, hartem Wasser oder wenig Wasser. Deswegen dauern Öko-Waschprogramme, die wenig Energie und Wasser verbrauchen auch so lange.

 

Variable 5: Waschmittel: Diese Variable wird in Foren und Blogs besonders heiß diskutiert. Um möglichst lange Freude an den Windeln zu haben und sie nicht durch falsches Waschmittel zu beschädigen, empfehlen wir spezielles Windelwaschmittel: z.B. TotsBots Potions, BumGenius Waschmittel oder Rockin Green. Die tatsächliche Notwendigkeit eines Windelwaschmittels hängt von folgenden Variablen ab, die bei jedem Stoffwickler anders sind!

1. Aus welchem Material sind die Windeln? Polyester- bzw. Minkey-Stoffe aber auch viele PULs brauchen ein Windelwaschmittel, da sie vor allem bei Ökowaschmittel (meist auf Pflanzenölbasis) schnell verseifen und ihre Saugfähigkeit verlieren. Auch Natron beschädigt den PUL von Überhosen und AIOs. Bambus-Viskose wird beschädigt, wenn das Waschmittel Enzyme (vor allem Cellulase) oder Natron enthält. Baumwolle ist sehr robust und verzeiht viele "Waschmittel-Fehler".

2. Wäscht man Windeln verschiedener Materialien zusammen? Wenn man Polyester, PUL und Bambusviskose zusammen waschen möchte, muss man also ein seifenfreies Waschmittel ohne Enzyme, ohne Natron und ohne sonstige Pflegestoffe wählen. Dies ist im normalen Supermarkt oder Drogeriemarkt unseres Wissens nicht erhältlich.

3. Welcher Wasserhärte hat das verwendete Wasser? Bei hartem Wasser wird Kalkseife ausgefällt, diese lagert sich an den Windeln an und mindert die Saugfähigkeit extrem. Besonders betroffen sind davon Polyester- bzw. Minkey-Stoffe. Man kann dies durch die Verwendung eines Wasserenthärters ein wenig ausgleichen.

4. Wie steht es um die Reinigungs- und Spülleistung der eigenen Waschmaschine? Wird das Waschmittel nicht restlos aus den Windeln entfernt, werden die Windeln hart, können sich Bakterien vermehren, die Windeln fangen an zu stinken und laufen aus. Die Waschmittelrückstände können die Haut des Babys irritieren und einen Windelausschlag verursachen. Spezielle Windel-Waschmittel lassen sich leichter auswaschen, dies ist bei Waschmaschinen wichtig, die nur eine (unter-)durchschnittliche Reinigungs- und Spülleistung aufweisen. Wer sich noch ein wenig mehr Hintergrundwissen über die verschiedenen Waschmittel anlesen möchte, der kann dies hier tun.

 


 

Windel-Waschanleitung:

Die meisten Windel-Hersteller empfehlen folgende Wasch-Routine. Aber warum?

    • Kalter Vorspülgang
    • Langer Haupt-Waschgang (je nach Hersteller 30-60°C)
    • Doppelter Spülgang

 

“Kalter Vorspülgang” – Dieser ist notwendig, um die gröbsten Verschmutzungen vor der Hauptwäsche zu entfernen. Dabei geht es um kleine feste "Reste" auf den Windeln und um Ammoniak, der sich durch den sich zersetzenden Urin bildet. Ähnlich wie man besonders starke Verschmutzungen von Geschirr entfernt, bevor man dieses in den Geschirrspüler gibt. Ansonsten muss man ein intensiveres Haupt-Waschprogramm mit höheren Temperaturen wählen, um die Windeln wirklich sauber zu waschen. Je nach Waschmaschine gibt es da andere Tricks. Wer keinen kalten Vorspül- und Schleudergang an seiner Waschmaschine einstellen kann, hat vielleicht ein 10- oder 15-Minuten-Kurzprogramm, bei dem man die Temperatur auf kalt oder 30°C regulieren kann.

“Langer Haupt-Waschgang” – Die Reinigungswirkung eines Waschgangs hängt, wie bereits beschrieben, von mehreren Variablen ab: Zeitdauer, Temperatur, Wasserhärte, Wassermenge und Art und Menge des verwendeten Waschmittels. Die Zeitdauer des Waschgangs ist besonders entscheidend. Verschiedene Waschmittel benötigen eine unterschiedliche Zeit bis sie komplett aktiviert und aufgelöst sind und damit ihre Arbeit verrichten können. Die Zeitdauer wiederum hängt von der Art des Waschmittels, der Wassertemperatur, der Wassermenge und der Wasserhärte entscheidend ab. Das Waschmittel muss lange genug einwirken können, um sich mit dem Schmutz zu verbinden und ihn so aus dem Stoff zu lösen. Daher ist ein langer Waschgang von Vorteil, wenn die Windeln sauber werden sollen, gerade bei niedrigeren Waschtemperaturen.

“Doppelter Spülgang” – Auch das Ausspülen des Waschmittels dauert eine gewisse Zeit. Dies hängt ebenfalls wieder von der Art und Menge des verwendeten Waschmittels, der Wasserhärte und Wassermenge ab. Wenn man diesen Schritt überspringt, kann es schnell passieren, dass Waschmittelrückstände in den Windeln verbleiben. Dies kann dazu führen, dass die Windeln anfangen zu stinken oder auslaufen, dass Ihr Kind mit Windelausschlägen reagiert oder auch einfach nur, dass die ehemals schön kuschelweichen Windeln bretthart werden. Diese Empfehlungen der Hersteller gelten unabhängig von der Art der Waschmaschine, sind aber besonders wichtig bei stark Wasser- und Energiesparenden Modellen. Hier ist die Länge des Waschzyklus besonders wichtig, neben einem genügend hohen Wasserstand in der Maschine!

 


 

Die Wahl des Waschmittels:

Im Folgenden werden 6 Waschmittel-Arten unterschieden und in Bezug auf Ihre Eignung als Windel-Waschmittel bewertet:

 

  1. Vollwaschmittel: Ein Universalwaschmittel, für die meisten Wassertemperaturen und Härtegrade geeignet. Vollwaschmittel enthalten jedoch optische Aufheller und Bleichmittel, diese wirken faserschädigend und zerstört den PUL von Überhosen und AIOs.
  2. Colorwaschmittel: Schont die Farben, enthält aber zur schonenden Fleckentfernung Enzyme. Vor allem Cellulase und Lipase sind zur Windelwäsche wegen ihrer faserschädigenden Wirkung und der Gefahr von Hautreizungen unerwünscht. Steht nur "Enzyme" auf der Verpackung, ist sehr wahrscheinlich Cellulase enthalten.
  3. Fein- oder Wollwaschmittel: Sie sind für die Waschtemperatur von 30 °C und für Handwäsche geeignet. Sie enthalten keine Bleichmittel oder optische Aufheller, dafür aber verstärkt Enzyme, Seife und Pflegestoffe wie z.B. Lanolin. Diese Waschmittel sind nicht zur Windelwäsche geeignet, da die Enzyme faserschädigend wirken und sich Pflegestoffe und Seife an den Windeln ablagern und die Saugfähigkeit stark reduzieren.
  4. Öko-Waschmittel: Diese Waschmittel enthalten idR keine Bleichmittel, optischen Aufheller oder Enzyme. Problematisch ist jedoch, dass sie zumeist auf Pflanzenölbasis (ggf. Palmöl) hergestellt werden. Seifenreste und vor allem Kalkseifen-Ablagerungen reduzieren die Saugfähigkeit ganz besonders von Mikrofaser-Windeln. Für diese Windeln und auch die meisten PUL-Stoffe bitte nicht verwenden.
  5. Sonstige Alternativen: Waschnüsse & Waschbälle: Problematisch an Waschnüssen ist, dass das Säckchen mit den Waschnüssen bis zum Ende des Waschprogramms in der Wäsche bleibt, sodass die Rückstände nicht vollständig ausgewaschen werden können und sich Ablagerungen an den Windeln bilden. Waschbälle strapazieren die Windeln und vor allem den PUL extrem, sodass sich die Lebensdauer der Windeln stark verkürzt. Gleiches gilt für Trocknerbälle aus Hartplastik.
  6. Spezialwaschmittel: Werden vor allem für Outdoor- oder Sportkleidung aber eben auch für Stoffwindeln angeboten. Diese Waschmittel enthalten idR keinerlei unerwünschten Inhaltsstoffe, die sich an den Stoff-Membranen anlagern können, sie sind somit für Stoffwindeln geeignet.

 

Welche Inhaltsstoffe sollten im Waschmittel nicht enthalten sein:

 

Wenn Sie nun ein Öko-Waschmittel oder ein Spezialwaschmittel genauer unter die Lupe nehmen, um zu prüfen, ob es für die Windelwäsche geeignet ist, sollten Sie nach folgenden Inhaltsstoffen Ausschau halten:

Duftstoffe: Duftstoffallergien nehmen in Deutschland sehr stark zu. Bald werden mehr Menschen davon betroffen sein als von Heuschnupfen! Schützen Sie Ihr Kind vor diesen Stoffen, die nicht nur Hautreizungen, Windelausschlag und Allergien auslösen können. Manche Duftstoffe lagern sich auch an den Windeln ab und mindern die Saugfähigkeit.

Enzyme: Enzyme sind hochaktive Eiweißstoffe. Man muss jedoch zwischen Enzymen, die im Gesamtorganismus vorkommen und technischen Enzymen unterscheiden. Ein technisches Enzym in einem Waschmittel kann nicht unterscheiden, ob es das Fett des Schmutzes angreift, oder das Fett auf der menschlichen Haut. So ist Lipase bspw. in der Lage Fette/Öle zu lösen. Da immer geringe Mengen Waschmittel im Stoff zurück bleiben, lagert sich dieses Enzym an den Windeln ab. Beim Tragen werden diese Enzyme im feuchten Windelmilieu wieder aktiv und können Hautreizungen verursachen. Wenn Lipase das Hautfett angreift, wird diese durchlässig für Stoffe, die es sonst nicht durch diesen natürlichen Schutzschild schaffen. Eine typische Folge können Waschmittel- oder Duftstoffallergien sein, die sich in Hautausschlag äußern. Ein anderes Enzym ist Cellulase: Es ist vor allem in Colorwaschmittel enthalten und sorgt dafür, dass sich bei Baumwolle kein Pilling bildet, da die Knötchen durch die Cellulase abgebaut werden. Bei Bambus-Viskose wirkt Cellulase als Gegenspieler der Cellulose stark schädigend auf das Stoffgewebe. Wenn Sie Ihre Windeln mal versehentlich mit dem falschen Waschmittel waschen, das diese Enzyme enthält, lösen sich diese natürlich nicht sofort in Luft auf. Da Windeln aber sehr oft gewaschen und entsprechend strapaziert werden, verschleißen sie mit einem enzymhaltigen Waschmittel deutlich schneller.

Natron: Dieser beliebte Waschmittelzusatzstoff reagiert mit Urin in den Windeln. Es kommt bei Baumwoll- und Viskose-Stoffen zu einer sehr starken Schädigung der Faser: es entstehen schlimmstenfalls Löcher im Stoff.

Optische Aufheller: Diese Stoffe haben keine Reinigungswirkung. Sie lagern sich an den Textilien an und lassen diese optisch heller wirken, indem Sie gelbstichige Töne überdecken. Optische Aufheller lagern sich auch auf der Haut an. Sie können bei empfindlicher Haut Reizungen und Kontaktallergien auslösen. Sie stehen im Verdacht als edokrine Disruptoren das Hormonsystem des Körpers zu schädigen und Krebs auszulösen. So verwundert es nicht, dass für Fische Optische Aufheller stark giftig sind.


Die Dosierung des Waschmittels:

 

Die benötigte Waschmittelmenge pro Waschgang hängt von drei Variablen ab:

  1. Wasserhärte: weiches oder hartes Wasser (wird Enthärter benutzt?)
  2. Verschmutzungsgrad der Wäsche: leicht, normal, stark oder sehr stark verschmutz
  3. Menge der zu waschenden Wäsche: Fassungsvermögen der Waschmaschine (4 oder 7 kg Trommel?), tatsächliche Beladungsmenge

Allgemein kann man sagen:

    • Je schmutziger die Wäsche, je größer der Wäscheberg und je härter das Wasser ist, umso mehr Waschmittel benötigt man pro Waschgang.
    • Je "sauberer" die Wäsche, je geringer die Wäschemenge und je weicher das Wasser, umso weniger Waschmittel benötigt man pro Waschgang.
    • Unterdosierung des Waschmittels: die Wäsche/Windeln werden nicht sauber, bleiben fleckig, Geruchsprobleme entwickeln sich.
    • Überdosierung des Waschmittels: Waschmittelreste verbleiben in der Wäsche/den Windeln: Windeln verlieren ihre Saugfähigkeit, Windelausschlag wird begünstigt, Geruchsprobleme entstehen.

 

Wie ermittle ich nun die richtige Waschmittel-Menge?

 

1. Wasserhärte: Klären Sie ab, welche Wasserhärte das Wasser bei Ihnen hat. Haben Sie mittleres oder hartes Wasser: verwenden Sie einen Entkalker oder das Windelwaschmittel Hard Rock von Rockin Green! Warum? Damit reduzieren Sie die benötigte Waschmittelmenge. Dies ist kostengünstiger für Sie, umweltfreundlicher und Sie brauchen weniger Spülgänge um die Waschmittelreste wieder aus den Windeln zu entfernen. Damit laufen Sie auch weniger Gefahr, dass sich das Waschmittel an den Windeln anlagert und die Saugfähigkeit vermindert usw.

2. Verschmutzungsgrad: Entfernen Sie grobe Verschmutzungen vor dem Waschen und legen Sie eine Vorwäsche ohne Waschmittel bzw. Vorspülgang ein. Damit sind die Windeln dann nur noch normal verschmutzt - Sie brauchen weniger Waschmittel!

3. Wäschemenge: Weniger Wäsche in der Waschmaschine bedeutet nicht gleich sauberere Wäsche (siehe oben). Befüllen Sie Ihre Maschine ruhig gut, um den "Reibungseffekt" mitzunehmen. Sammeln Sie entsprechend viele Windeln oder geben Sie andere Wäschestücke dazu (diese sollten aber nicht mit Öl, Lanolin usw. verschmutzt sein, da sich dies auf die Windeln übertragen kann. Starten Sie zunächst mit der vom Hersteller angegebenen Waschmittelmenge und dosieren dann in den nächsten Wäschen nach unten: Weniger ist wirklich mehr! Kommen die Windeln noch schlecht riechend aus der Maschine, war es zu wenig Waschmittel. Schäumt es hingegen noch beim letzten Spülgang, war es zu viel.

 

Sonstige "Waschmittel":

 

Entkalker: Es ist hilfreich, Entkalker zu verwenden, wenn man mittleres oder hartes Wasser hat. Ungeeignet bei der Windelwäsche, wenn auch immer wieder empfohlen sind: Natron oder die Säuren: Essig(essenz) & Zitronensäure. Diese Säuren greifen die Gummis in den Windeln und den PUL von Windeln und Überhosen an.

Aber es gibt Alternativen:

  • Entkalker von Ulrich natürlich, auf Milchsäurebasis (vegan).
  • Waschsoda: wirkt jedoch erst ab 60°C Waschtemperatur. Bitte nur sehr sparsam dosieren, da es den Pul-Stoff von AIOs, Pocketwindeln und Überhosen angreifen kann.
  • Zeolith: fällt ebenfalls Kalk aus, aber bitte darauf achten, dass im Entkalker nicht auch noch Zusatzstoffe wie Zitronensäure oder Natron enthalten sind. Nicht überdosieren, um eine Ablagerung feiner Zeolith-Partikel an Pul-Stoffen zu vermeiden.

 

Fleckenmittel: Fleckensalze enthalten vor allem Enzyme und auch sehr oft Natron, sodass wir im Allgemeinen von der Verwendung abraten (ansonsten sehr gründlich die Zusammensetzung durchlesen). Zur schonenden Fleckenentfernung bei Stoffwindeln empfehlen wir Sonnenlicht :)  und Ulrich natürlich Fleckenlöser mit Panamarindenextrakt.

Hygienespüler: Bitte verwenden Sie keinen Hygienespüler. Dieses Produkt ist normalerweise unnötig und vermindert die Saugfähigkeit der Windeln. Manche Produkte hinterlassen so starke Rückstände, die sich auch nicht mehr entfernen lassen! Sollten Sie jedoch einmal in die Situation kommen, dass Ihr Baby einen Pilz hat und daher die Windeln desinfizieren müssen, dann verwenden Sie beispielsweise Miocare Nappyfresh. Bei Verwendung anderer Hygienespüler bitte danach die Windeln mehrmals ohne Waschmittel intensiv waschen, um die Reste des Hygienespülers wieder zu entfernen und die Saugfähigkeit der Windeln wiederherzustellen.

Weichspüler und Trocknertücher: Bitte auf keinen Fall für die Stoffwindeln verwenden. Weichspüler verschließt die Stoffoberfläche und die Windeln verlieren ihre Saugfähigkeit. Dies lässt sich u.U. auch nicht mehr rückgängig machen. Ein für Stoffwindeln geeigneter "Weichspüler" ist der Ulrich natürlich Weich- und Hygienespüler. Weichspüler und Trocknertücher enthalten in der Regel sehr starke Duftstoffe und Phthalate. Diese Weichmacher können negative Effekte auf die Fertilität haben und stehen im Verdacht zu Übergewicht, Schilddrüsen-Erkrankungen und zu niedrigem Geburtsgewicht beizutragen.

Chlorbleiche: wird genutzt, um Bakterien abzutöten oder zum Aufhellen von Textilien. Chlorbleiche lässt Textilien schnell altern und verschleißen. Bitte verwenden Sie es auf keinen Fall bei Artikel aus Pul-Stoffen, wie Überhosen, All-In-Ones, Pocketwindeln oder Wetbags. Chlorbleiche ist  gesundheitlich stark bedenklich, da bei Kontakt mit Wasser eine Reihe krebsverursachender Beiprodukte (Dioxine) entstehen.

 

Sollten Sie trotz unserer ausführlichen Beschreibungen immer noch unbeantwortete Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

 


 

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